Glossar


Im LEADER Verfahren und den Europäischen Förderprogrammen gibt es viele Abkürzungen und Fachbegriffe. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Abkürzungen und Begriffe kurz erklärt.

Bewilligungsstelle

Nach der Bewertung und Priorisierung der Projekte durch den LAA müssen die ausgewählten Projekte, welche für Fördermittel in Frage kommen, zunächst von der zuständigen Bewilligungsstelle bewilligt werden. Das ist je nach Antragssteller entweder das Regierungspräsidium Freiburg oder die L-Bank Stuttgart.

DVS

Die „Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume“ koordiniert als Netzwerk bundesweite Treffen und Workshops für Mitglieder der LAGen und Regionalmanagements, regt Erfahrungsaustausch und Kooperationen an.

ELER

„Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums“. LEADER ist ein Teil des ELER, er bildet zusammen mit anderen Fonds die ESI-Fonds.

ESI-Fonds

„Europäische Struktur- und Investitionsfonds“, bezeichnet eine Gruppe von Fonds der Europäischen Union, unter anderem gehört auch der ELER zu dieser Gruppe.

GAP

„Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union“, einer der wichtigsten Politikbereiche der EU, LEADER ist ein Teil der GAP und muss sich somit in den Bereichen der administrativen Abwicklung, Kontrolle und Sanktionierung deren Vorschriften unterwerfen.

Geschäftstelle

Zur besseren Organisation hat jede LAG eine Geschäftsstelle als zentralen Ansprechpartner. Die Büros der Geschäftsstelle Oberer Neckar befinden sich im Landratsamt Rottweil. Hier hat das zuständige Regionalmanagement seinen Sitz.

GSR

„Gemeinsamer strategischer Rahmen“, führt die Strategien der EU-Mitgliedsstaaten für alle großen EU-Förderfonds zusammen.

Handlungsfelder

Es gibt vier Handlungsfelder, welche im Laufe des Arbeitsprozesses als Hauptthemen der Region identifiziert wurden. Diese Themen wurden aufbereitet und mit Zielen und Maßnahmen hinterlegt. Ein Projekt, das sich um eine LEADER-Förderung bewirbt muss sich in eines dieser Handlungsfelder einfügen.

LAA - LEADER Auswahlausschuss

Der „LEADER-Auswahlausschuss“ besteht aus 30 durch die Mitgliederversammlung des Vereins Regionalentwicklung Bürger.Kultur.Land. Oberer Neckar e.V. gewählten Personen. Der LAA hat vielfältige Aufgaben, allen voran die Bewertung und Priorisierung der Projekte. Jedoch nicht deren Bewilligung, dies fällt der jeweiligen Bewilligungsstelle zu.

LAG - LEADER Aktionsgruppe oder auch Lokale Aktionsgruppe

Die „Lokale Aktionsgruppe“ umfasst alle Beteiligten und Organisationen des jeweiligen LEADER-Aktionsgebiets, in unserem Fall dem Gebiet Oberer Neckar, das die Landkreise Rottweil und Freudenstadt umfasst. Die LAG bewirbt sich auf Grundlage des REK als mögliches Fördergebiet und ist bei Erfolg für die Umsetzung des REK verantwortlich.

LEADER

„Liaison Entre Actions Développement de l‘Économie Rurale”, auf Deutsch “Verbindung zwischen Maßnahmen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft”. LEADER ist ein Maßnahmenprogramm der Europäischen Union zur Regionalentwicklung, mit dem innovative, von Bürgern entwickelte Projekte im ländlichen Raum gefördert werden.

MEPL III

Im „Maßnahmen- und Entwicklungsplan Ländlicher Raum Baden-Württemberg 2014-2020“ werden die Förderprogramme der EU zur Entwicklung des ländlichen Raums in Baden-Württemberg zusammengefasst und durch die EU-Kommission genehmigt. Dazu gehört  auch LEADER. An der Erstellung des MEPL sind im Rahmen eines Konsultationsverfahrens Partner des ländlichen Raums beteiligt.

Priorisierung

Im Anschluss an die

Projektbewertungskriterien/ Projektbewertungsmatrix

Zur Projektbewertung nutzt der LEADER Auswahlausschuss die Projektbewertungsmatrix. Diese besteht aus zwei Teilen: Die Kriterien Nr. 1-8 prüfen, ob ein Projekt, die Voraussetzungen erfüllt, um über LEADER gefördert werden zu können. Anhand der Kriterien Nr. 9-16 bewertet das Gremium hingegen, ob das Projekt qualitativ zur regionalen Entwicklungsstrategie passt und in welchem Maß es ein Beitrag zur Zielerreichung leisten kann. Dazu vergibt das Gremium für das jeweilige Projekt Punkte in jedem Kriterium. Daraus ergibt sich für jedes Projekt eine Gesamtpunktzahl.

Regionalentwicklung Bürger.Kultur.Land. Oberer Neckar e.V.

Die LAG Oberer Neckar ist als eingetragener Verein unter dem Namen "Regionalentwicklung Bürger.Kultur.Land. Oberer Neckar e.V." organisiert. Mitglieder sind die beteiligten Gebietskörperschaften, Wirtschafts- und Sozialpartner (WISO-Partner) und verschiedene Vertreter der Zivilgesellschaft. Der Verein besteht aus Vorstand und Mitgliederversammlung.

Regionalmanagement

Das Regionalmanagement hat seinen Sitz in der Geschäftsstelle. Zu seinen Aufgaben zählen die Fördermittelakquisition, Projektberatung- und Unterstützung, Vernetzung und Interessensvertretung, sowie die Steuerung und Fortschreibung des REK. Die Bewertung und Bewilligung der Projekte fällen jedoch dem LAA sowie der jeweiligen Bewilligungsstelle zu.

REK - Regionales Entwicklungskonzept

Dieses mit Beteiligung der Bürger erarbeitete Konzept legte die Region als Grundlage ihrer Bewerbung zum LEADER Aktionsgebiet vor. Nach erfolgreicher Bewerbung bildet es die Arbeitsgrundlage für die LEADER Aktionsgruppe zur strategischen Entwicklung der Region.